Deep Sun – Race Against Time

Facts & Figures

Interpret:      Deep Sun
Datum:        22.09.2016
Genre:         Symphonic Metal

Line-Up
Vocals:        Debora Lavagnolo
Bass:           Angelo Salerno
Guitar:         Eros Di Prisco
Drums:        Tobias Brutschi
Guitar:         Pascal Töngi
Keys:           Tom Hiebaum

Das Album

«Race Against Time» ist das zweite Studio-Album der aargauer Symphonic Metal Band «Deep Sun». Doch wie kann man dieses Album beschreiben? Man nehme die Vocals von Debora Lavagnolo, welche stark an die von Tarja Turuunen erinnert. Kombiniert aus einer etwas weicheren Version der älteren Nightwish Werke und Within Temptation, so erhält man Deep Sun. Auch die Aufnahmequalität der Scheibe ist brillant, sie lässt sich problemlos mit den grossen Bands vergleichen.

Die Songs

Track-Liste
01.               Race Against Time
02.               Riders Of Death
03.               The Believer
04.               Good Old Times
05.               Dreaming Leprechaun
06.               Nostalgia
07.               Deep Sun
08.               For Eternity
09.               Des Königs Krieger
10.               Dark Ravine
11.               Whispering Screams

Der erste Song wird mit einem epischen Intro gestartet. So gibt das Keyboard die Melodie an. Während der Strophen werden die Instrumente zurückgestellt, sodass die Stimme im Vordergrund steht. Eine Mischung aus langsamen Teilen sowie einer treibenden Melodie trägt den ersten Song dann fortan bis zum Schluss voran.

Auch beim zweiten Song wird zu Beginn auf das Keyboard gehört. Doch gleich danach geht es etwas härter zur Sache. Eine Männerstimme meldet sich zu Wort. Im Wechselgesang werden die Strophen gespielt, bis nach zwei Minuten der erste Refrain ertönt. Zum ersten Mal lässt sich die Qualität der Stimme Debora’s erkennen. Doublebass gemischt mit Operngesang, welch ein Genuss. Gesprochene Texte der Frau geben bis zum Schluss einen guten Kontrast, bis wieder der Refrain erscheint. Das wohl beste Lied auf dieser Platte.

Etwas schneller startet dann der dritte Song. Mit nur 2:46 ist dieser Song der kürzeste der Platte. Doch werden sämtliche Anforderungen erfüllt, welche im Symphonic Metal gefordert werden. Schade, dass dieser so schnell zu Ende geht.

Im Song «Good Old Times» kommt die Stimme von Debora dann gut zum Vorschein. Eine Ballade bestehend aus Stimme und Keyboard sorgt für ein gemütliches Dasein. Doch was geschieht da nach 50 Sekunden? Ein Stilbruch setzt ein und mit rasantem Tempo geht es weiter. Während bei den Strophen die Instrumente leiser gestimmt die Melodie vorgeben, werden sie dazwischen umso mehr forciert.

Beim fünften Song zeigen sie von Beginn an, wohin dies führen soll. Ein schneller Song, bei welchem die Stimme von Sekunde zu Sekunde höher zu gehen scheint. Ist man am Höhepunkt, so erscheint eine kleine Pause, gefüllt von kräftigen Melodien. Und gleich geht es weiter mit der Stimme. Erneut von unten gestartet, schnellt die Stimme erneut zur Höhe. Nach dem kurzen Instrumentalteil zum Schluss hin, wird erneut die Opernstimme gefordert, welche den Song zum Schluss hinträgt.

«Nostalgia» ist dann die erste richtige Ballade, wie sie auf keiner Platte fehlen darf. So kann man dem Fan die grossartige Stimme zeigen. Da ich persönlich jedoch nicht der grösste Balladen-Anhänger bin, belasse ich die erweiterte Beschreibung an dieser Stelle.

Weiter geht es dann mit dem Song «Deep Sun». Das Intro lässt sich stark mit den bisherigen Songs vergleichen, etwas schade. Doch dann nach einer Minute, ein Meisterwerk. Ein Rythmuswechsel, welcher dem Song eine völlig neue Facette verleiht. Auch das Gitarrensolo zu Minute vier hilft da, diesen Song stark herausstechen zu lassen.

Ebenfalls als Ballade gestartet ist «For Eternity». Auch wenn es etwas Melodie erhält, ist dieser Song deutlich schlechter als die vorherigen. Denn nach 2 Minuten ist alles gespielt, was der Song zu bieten hat. Die restliche Zeit wird nur noch wiederholt. Einzig die Steigerung zum Schluss lässt dem Song noch etwas Positives zurück.

Mit 7:56 als längster Song der Platte entpuppt sich «Des Königs Krieger». Nicht nur die Lyrics, sondern auch musikalisch passt der Titel sehr gut, so sieht man den Krieger vor sich. Mein persönliches Highlight trägt das Keyboard-Solo in Minute 5. Kombiniert mit der einsetzenden Gitarre ist dies eine unerwartete Wendung, welche das Album auch etwas vom Nightwish-Klischee wegbringt.

Der zehnte Titel trägt auch dazu bei, dem Album eine äusserst positive Bewertung zu geben. So werden diverse Rythmuswechsel eingefügt, welche den Zuhörer einfach nur geniessen lassen.

Das Album wird dann mit der zweiten Ballade des Albums abgeschlossen. So lässt man den Zuhörer mit dem Album abschliessen. Der Song an sich ist wie oben bereits erwähnt, nichts für mich. Doch hört man das komplette Album so kann man während diesem Song das Ganze innerlich nochmals verarbeiten.

Bewertung

Für jeden Fan des Symphonic Metal ist diese CD ein Genuss. So kann ich sie jedem empfehlen. Wer mehr auf andere Genres gierig ist, sollte jedoch davon absehen. Respekt von meiner Seite geht aber an die Band raus, ohne Namen ein solches Meisterwerk kreiert zu haben.

Um auf den Geschmack zu kommen, hört euch das Album doch mal an. Ihr findet es auch auf Spotify: https://open.spotify.com/album/4aCZOMs4miyXObbUFv6RMi
Verpasst jedoch nicht, auch die CD zu kaufen und so die Band zu unterstützen, um auch weitere solche Werke zu veröffentlichen.

 

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