Alestorm im Gaskessel Bern

Facts & Figures

Datum:        08.10.2017
Ort:              Gaskessel, Bern CH
Line-Up:       Troldhaugen (AUS), Aether Realm (USA), Alestorm (UK)

Rückblick Konzert

Pünktlich zur Türöffnung fanden wir uns vor dem «Gaschessu» ein. Doch die Organisation lässt zu wünschen übrig. Rund 20 Minuten nach Türöffnung werden die ersten Kontrollen gestartet. Hierbei spielt es aber keine Rolle, ob man zuvor ein Ticket gekauft hat. Denn alle mussten an der Kasse einen Stempel abholen, was für eine schlechte Lösung!

Troldhaugen

Als ich den Kessel betrat, war ich äusserst enttäuscht. Alestorm ist ja bekannt dafür, verrückt zu sein, insbesondere Chris. Doch Troldhaugen überbietet das Klischee. Spasstische Bewegungen, welche Stimmung erzeugen sollten, gemischt mit einem Musikstil, der sich als Clubmusik mit E-Gitarre entpuppte. Während die mittlerweile etwas angetrunkenen Fans Freude daran fanden, so konnte ich draussen mit diversen Metalheads eifrige Diskussionen führen. Dies war auch deutlich sinnvoller als sich das Getue im Innern anzutun.

Aether Realm

Gespannt wartete ich auf Band Nr. 2. Zwar entsprach der Musikstil wieder mehr dem Metal, doch war der Auftritt eher langweilig. Die Melodien vermochten mich nicht zu überzeugen.

Alestorm

Endlich ist es soweit und Alestorm betritt die Bühne. Ist die Set-List noch gut bestückt, sowohl mit Klassikern, als auch der neuen Platte, so sind die Sound-Einstellungen zum Kotzen. Das musikalische geht vollkommen unter, es hört sich richtig schwammig an. Einzig die Vocals sind zu erkennen, was aber egal ist, denn die Stimmung war bombastisch. Jeder kannte die Songs, weshalb die Sound-Qualität keine Rolle spielte. Auch mir gefiel diese Stimmung, störte mich jedoch immer wie mehr an der fehlenden Klarheit der Instrumente. Für einen guten Suff ist es in Ordnung, doch musikalisch ist es sehr dürftig.

Set-List Alestorm

  1. Keelhauled
  2. Alestorm
  3. Magnetic North
  4. Mexico
  5. That famous Ol’Spiced
  6. The Sunk’n Norwegian
  7. No Grave But The Sea
  8. Nancy The Tavern Wench
  9. Rumpelkombo
  10. 1741 (The Battle Of Cartagena)
  11. Hangover
  12. Pegleg Potion
  13. Bar & Imbiss
  14. Captain Morgan’s Revenge
  15. Shipwrecked
  16. Drink
  17. Wenches & Mead
  18. Fucked With An Anchor

Fazit

Stimmungstechnisch war es sicherlich ein äusserst starker Abend, doch das musikalische war schwach. Nichtsdestotrotz kann man von einem geglückten Auftritt reden, denn am Ende zählt die Stimmung an solchen Events und die war bombastisch. Auch einmal mehr zeigte sich, wie verrückt der Chris manchmal sein kann (siehe Fotos…)

Bild 1: Alestorm-Fan mit Frontmann Christopher Bowes
Bild 2: Alestorm-Frontmann Christopher Bowes und Gloryhammer-Kronprinz Angus McFive

Bemerkung zu Bild 2: Wie einige wissen, so ist Gloryhammer ein Nebenprojekt von Chris, bei welchem er Keyboard spielt.

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