Hedera – Itinera

Facts & Figures

Interpret:      Hedera
Datum:        13.11.2015
Genre:         Melodic Death Metal, Pagan Metal, Folk Metal

Line-Up
Vocals:        Mike Brügger
Vocals & Violine: Iris Keller
Guitars:        Simon Furrer
Bass:           Lorenz Nejedly
Drums:        Florian Stricker

Das Album

Ein bereits etwas älteres Werk ist «Itinera» von der Band «Hedera». Folk/Pagan Metal mit Death-Metal Einflüssen ist die wohl passendste Beschreibung. Gemäss Angaben in einem Interview mit Plekvetica wurde das Album «Live» eingespielt. Dies ist auch gut zu hören, so ist der Sound nicht kristallklar, wie man es sich von anderen Platten gewohnt ist. Es vermittelt einem jedoch auch das Gefühl, dass die Band live spielt, während man dieses Album hört. Daher kann man es auch als geschicktes Stilmittel betrachten, jedoch wäre aus meiner Sicht eine klarere Aufnahme besser gewesen. Doch hier gibt es immer Vor- und Nachteile. Von der Aufnahmequalität nun weg zur Geschichte des Albums: Bei «Itinera» handelt es sich um ein sogenanntes Konzept-Album, bei dem über das ganze Album die Geschichte zweier Protagonisten erzählt wird.

Track-Liste
01.               Harbinger of Ruin
02.               Moloch
03.               Heirs of Sisyphos
04.               Deliverance
05.               Charon’s Toll
06.               Guardian Angel
07.               Ablaze
08.               Loss
09.               Conclusion

Die Songs

Mit einem Intro, welches an das der Serie Game of Thrones erinnert wird man sanft in die CD geleitet. Eine rythmische Melodie, die von der Violine und dem Growl-Gesang unterstrichen wird, zeichnen den weiteren Verlauf des Songs. Nach rund der Hälfte steigt dann auch die Sängerin ein und sorgt für eine noch grössere Vielfalt gleich zu Beginn der Platte.

Deutlich düsterer wird «Moloch» gestartet. Im Black-Metal Stil wird der Song gespielt, durchmischt durch einige erhellende Stellen dank den Vocals von Sängerin Iris. Geschwindigkeit, Kraft und ein insgesamt sehr düsteres Bild zeichnet sich hier ab.

Um dem wieder etwas entgegen zu wirken, geht’s gleich weiter mit einem sehr gemütlichen Song. Die Sängerin übernimmt die Führung bei «Heirs of Sisyphos», begleitet von Growl-Einlagen und einer etwas passiveren Gitarre. Dann, nach dem längeren Intro kommt doch noch etwas Dynamik hinein, auch dank der Violine die wieder etwas mehr Präsenz erhält als noch zuvor.

Im gleichen Stil geht es mit «Deliverance» weiter. Doch besteht ein Unterschied zum vorherigen Lied. So wirken die Growls vermischt mit der Doublebass deutlich härter, als noch im vorherigen Song. Auch hier ist der Black Metal herauszuhören. Bei diesem Stück handelt es sich mit 07.06 auch um das längste Stück der Platte. So blieb auch genügend Zeit, um mehrfach extreme Wechsel zu machen. Insgesamt betrachtet sicherlich einer der besten – wenn nicht der beste Song – der Platte.

Mit dem fünften Song «Charon’s Toll» lassen sie nun wieder etwas mehr Death und Folk einspielen, was nach dem eher Black-Lastigen Song zuvor für etwas Entspannung sorgt. Wichtigster Teilnehmer in diesem Stück ist sicherlich der Drummer, welcher in diesem Song mit vielen kleineren Einlagen auf sein Können aufmerksam macht und dem ganzen viel Abwechslung und Dynamik verleiht.

Nach so viel Kraft geht es mal wieder etwas ruhiger zur Sache. Der «Guardian Angel» ist wieder etwas mehr auf die Frauenstimme ausgelegt und wird nur sporadisch durch Growls unterlegt. Sicherlich eine gute Wahl, um den Zuhörer wieder etwas herunterzuholen. Denn gleich mit dem nächsten Song geht die Post wieder ab.

«Ablaze» gibt gleich von Beginn an den Ton an. In Death-Metal Manier geht es weiter, vermischt mit einer konstanten Begleitung durch die Violine.

Weil das noch nicht genug ist, geht es gleich weiter mit «Loss». Brachial und zerstörerisch durch und durch? Nicht ganz, denn auch hier kommen die Female Vocals wieder zum Vorschein, die die Mitte des Songs prägen, bevor zum Schluss nochmals das Gaspedal ordentlich gedrückt wird.

Das ganze Album wird mit «Conclusion» abgeschlossen. Sind zwar immer noch Death-Parts zu spüren, geht es doch deutlich langsamer voran, als noch bei anderen Stücken. Trotzdem ist es sehr passend als Abschluss gewählt, denn zeigt es nochmals alle Facetten der Scheibe. Black, Death und Folk vermischt in einem Song, aufgeteilt in verschieden Parts innerhalb des Songs.

Bewertung

Insgesamt ist es musikalisch sehr abwechslungsreich und für den Folk/Pagan Anhänger, wie auch für den Death Anhänger geeignet. Die starke Growl-Stimme, die Wechsel innerhalb der Songs sind hierbei starke Argumente, die CD zu kaufen. Ein grosser Kritikpunkt ist sicherlich die Aufnahme-Qualität, doch mit dem erworbenen Wissen, dass die CD absichtlich Live eingespielt wurde, kann man auch gerne darüber hinwegsehen.

Um auf den Geschmack zu kommen, hört euch das Album doch mal an. Ihr findet es auch auf Spotify: https://open.spotify.com/album/4O1IhB6Zf3GNODLOE80U8l

Verpasst jedoch nicht, auch die CD zu kaufen und so die Band zu unterstützen, um auch weitere solche Werke zu veröffentlichen.

Satanic – Architecture of Chaos

Facts & Figures

Interpret:      Satanic
Datum:        06.10.2017
Genre:         Thrash/Death Metal
Label:          Brutal Records
Situated in : Quebec, Trois-Rivières

Line-Up
Drums:             Marty
Guitars:             Gogol
Vocals – Bass:  Izaac Doom Satanas

Das Album

«Architectures of Chaos» ist das erste Album der Band «Satanic». Die Band hatte sich zuerst den Namen ‘’Satanic Glue Sniffers’’ gegeben, ihn jedoch als ihr Line-Up gefestigt war geändert. Dies zum Zeitpunkt, als sie bereit waren, um Architectures of Chaos aufzunehmen. Als Erstes hat mich die gute Studioqualität überrascht, denn es ist alles andere als normal, bei einem ersten Album schon viel Geld für gute Audioqualität aufbringen zu können. Dies zeigt mir, dass es die Jungs aus Kanada wirklich ernst meinen mit ihrer Mischung aus Oldschool Thrash und Deathmetal. Obwohl die Kombination von Thrash und Death keinesfalls etwas Neues ist, kommt Architectures of Chaos einer sich durziehenden Chaotischen Zerstörungswelle gleich. Ist also genau das was ich von so einer Kombo erwarte. Aber nicht nur für Fans von schneller und aggressiver Musik ist etwas dabei. Es gibt immer wieder asynchrone parts, welche zwar das intensive Headbangen stören, wohl aber eine sehr interessante Abwechslung für den geneigten Zuschauer bieten.

Track-List

01. Mephistophelian
02. World Of Chaos
03. Processing The Undead
04. Architecture of Apocalypse
05. Armageddon
06. Systematic Fear
07. Biotech Warfare
08 Tchernobyl

Das Album startet mit dem Song  „Mephistophelian“ mit einer Salve aus geballtem Thrash, welche mich sehr stark an die Eröffnungen von Slayer erinnern. In der Mitte des Songs werden wir mit gutem alten Old School Thrash Rhythmen beglückt und um die Minute 4 gibt es sogar ein kleines aber feines Gitarrensolo zu hören. Weiter geht’s dann mit dem vorher schon angesprochenen Oldschool Thrash Rhythmus und den tiefen eher dem Deathmetal zugehörigen Growls/Screams. Der zweite, eher kurze Song „World of Chaos“ hält, was er verspricht. Langsame Screams unterlegt mit einem kleinen Gitarrenspiel zu Beginn münden nach kurzem wechseln in eine Mischung aus Speed und Thrashmetal unterlegt mir Deathmetalvocals. Bei 1min:54s könnte man meinen der Song sei vorbei, jedoch weit gefehlt, denn es kommt nochmals ein kleines Gitarrensolo, welches in einem sehr schnellen und aggressiv gescreamten ‘’CHAOS’’ mündet und das Ende vom Song herbeiruft. „Processing the Undead“ startet mit einem Langsamen Bass Intro und fliesst nach wenigen Sekunden in einen sehr rhythmischen part. Der Song ist allgemein sehr dunkel gehalten und durch die vielen rhytmischen Veränderungen entsteht eine Tiefe, welche man sicherlich noch nicht beim ersten Mal durchhören so einfach erkennen kann. Gute Deathmetal lastige Parts laden zudem zu intensivem Headbangen ein.

„Architecture of Apocalypse“ startet wie der Songs zuvor langsam. Aber nach kurzer Zeit kommt auch schon das erste 9sekunden kurze Solo dazwischen, welches zwar unerwartet, aber nicht störend wirkt. Mit noch mehr rhythmischen Wechseln reitet der Song nur so davon und man muss sich an einem Livekonzert wohl keine Sorgen über Zuwenig harte Moshpits machen.

In „Armageddon“ ist vor allem der Zwischenteil ab 2:42 interessant. Ein kleines Zwischenspiel läutet einen starken Deathmetal teil ein, welcher richtig tiefenschwer daherkommt und nur so zum Headbangen einlädt. „Systematic Fear“ ist der zweitkürzeste Song des Albums und beginnt wieder wie gewohnt in altbekannter Thrashmanier. Nach der ersten halben Minute kommt aber plötzlich ein kurzes, meiner Meinung nach nicht passendes Zwischenspiel, welches dem Song schon zu Beginn versucht das Tempo zu nehmen. Aber zum Glück geht’s dann gewohnt mit schnellen Thrash-Riffs weiter. Auch hier sind wieder viele Wechsel im Rhytmusbereich zu finden. Das gleiche Zwischenspiel kommt zum Schluss nochmals wieder, jedoch stört es mich am Ende des Songs bedeutend weniger als dasjenige zu Beginn.

„Biotech Warfare“ ist nur 30sek länger das sein Vorgängersong und alles in allem auch sehr ähnlich gehalten. Die Zwischensoli sind zwar anders gestaltet, was eine Verwechslung unwahrscheinlich machen sollte.

Der letzte und längste Song auf der Platte „Tchernobyl“ ist zugleich abwechslungsreich an Drum-Wechseln und schön aufbauend. Mitten im Song gibt’s plötzlich eine lange Pause, welche ein bisschen verwirrend sein kann. Der zweite Teil des Songs erscheint dann wie ein anderes Lied aber keinen bisschen schlechter.

Bewertung

Insgesamt muss ich sagen, dass ich vom Album sehr überrascht war. Ich ging mit einem eher skeptischen Gefühl in die Reviewarbeit hinein, weil die Band erst ihr erstes Album draussen hat. Ich muss aber gestehen, ich wurde eines Besseren belehrt. Die Mischung aus Thrash-und Deathmetal kommt hier gut zur Geltung und die immer wieder anfallenden kleinen Zwischensoli machen das ganze umso abwechslungsreicher und zugleich spannend zum Zuhören. Insgesamt wirklich ein kleiner Geheimtipp für jeden Death-und Thrashmetal Fan.

Falls ihr euch eine eigene Meinung bildet wollt hört euch den Song auf Spotify an. Hier der dazugehörige Link:

https://open.spotify.com/album/3yaDK74qkyS55mkw5Nqhfb

Verpasst jedoch nicht, auch die CD zu kaufen und so die Band zu unterstützen, um auch weitere solche Werke zu veröffentlichen.